15. Juni 2017

holding on& letting go









Mantel: H&M
T-Shirt: H&M
Hose: Pieces
Schuhe: Keds
Brille: RayBan

Uns wird gesagt wir sollen an Dingen festhalten.
Wir sollen unser Herz in alles stecken. 
Etwas riskieren.
Doch was ist wenn sich das ganze nicht mehr lohnt?
Beigebracht wann man los lässt hat uns niemand. 
Niemand hat uns erzählt wie man es macht. 
Viel zu oft ist man wahrscheinlich an dem Punkt gewesen, an dem man realisiert hat, dass das was einen lange glücklich gemacht hat, einen nicht mehr glücklich macht. 
Es macht uns eher unglücklich. Wenn man das realisiert dann tut es weh.
Denn das was man mal hatte, was einen glücklich gemacht hat, hat man nicht mehr.
Man steht dort mit den Erinnerungen. Nichts als den Erinnerungen. 
Doch was soll man an diesem Punkt machen?
Um etwas kämpfen, was bereits verloren ist? Weiter festhalten und daran kaputt gehen?
Oder selber weg von etwas gehen, dass kaputt ist.
Selbst wenn man einsieht, dass festhalten keinen Sinn mehr macht tut es verdammt weh los zulassen, denn manchmal ist das was uns so traurig macht das einzige was uns richtig glücklich gemacht hat. 
Aber Menschen verändern sich und das ist gut so.
Leider leben Menschen sich einfach auseinander. 
Und das ist so. Auch wenn es weh tut. 
Los zu lassen tut zwar weh, aber dauerhaft an etwas fest halten, das einen unglücklich macht ist eine vermeidbare Tortur.
Manchmal sind wir der Ansicht, dass Dinge falsch gelaufen sind, vielleicht wären sie viel schlechter gelaufen wenn sie unser Ansicht nach richtig gelaufen wären. 
Aber manchmal soll es auch einfach nicht sein, dass jemand Teil unserer Zukunft ist.
Manche Leute sind Teil unserer Geschichte, aber nicht unserer Zukunft. 
Nur weil man Menschen gehen lässt, heißt das nicht, dass es einem gefällt. 
Es heißt lediglich, dass man akzeptiert hat was passiert ist und weiter machen möchte. 
Selbst wenn man weiter machen möchte uns los lassen möchte, macht es das Ganze nicht einfacher.
Es ist in Ordnung zu weinen. Es ist in Ordnung zu trauern und auch sich selber zu bemitleiden. 
Aber es ist auch in Ordnung einfach gehen zu lassen. 
 Und weiter machen. 
Es heißt zwar, die Zeit heilt alle Wunden, aber die Wahrheit ist, dass sie das nicht tut. 
Die Zeit heilt keine Wunden. Man muss selber lernen, los zu lassen und weiter zu machen. 
Manchmal braucht man Zeit dazu, aber es kostet Kraft. Vielleicht auch Tränen. 
Manchmal ist man vielleicht überrascht von sich selber, man entdeckt eine Kraft in sich, von der man zuvor noch nichts wusste.
Manchmal sehen wir durch unser gebrochenes Herz auch erst, dass wir eigentlich so viel mehr wert sind und mehr verdient haben, als das was wir hatten.
Jedoch ist es doch ironisch, dass man selbst an den schwächsten Tagen, stärker wird.
Wir müssen lernen los zu lassen.
Die Vergangenheit hinterlässt Wunden. Wenn wir verletzt wurden, bilden wir meist Mauern. Wie haben Angst nochmal verletzt zu werden. Ja, die Spuren, die Menschen hinterlassen sind zu oft Narben, aber diese Ängste muss man doch auch gehen lassen. 
Sonst trägt man die Angst aus der Vergangenheit doch mit in die Zukunft. 
Vergeben, nicht nur anderen sondern auch uns selber. 

Was passiert, wenn man nicht los lässt?
Man wartet die ganze Zeit auf diesen einen Zug, der nicht kommen wird. 
Während andere den Bus oder einen anderen Zug genommen haben, steh man dort am Gleis und wartet auf diesen einen Zug. Statt zur nächsten Haltestelle zu laufen wartet man.
Aber er wird nicht kommen.
Doch weil man nicht los lassen kann, wartet man dort. 
Man verpasst andere Chancen und letztendlich kommt man nie am Ziel an. 
Und es ist total in Ordnung wenn es einem schwer fällt los zu lassen. 
Letztendlich besteht die Kunst darin, zu merken wann man besser los lässt.


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